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Ulrike Rosenbach – "Stillleben mit Selbstporträt" aus der Serie "Frauenbilder" (1981)

Ulrike Rosenbach – "Stillleben mit Selbstporträt" aus der Serie "Frauenbilder" (1981)

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Ulrike Rosenbach – "Stillleben mit Selbstporträt" aus der Serie "Frauenbilder" (1981)

Eine bedeutende feministische Arbeit der deutschen Videokünstlerin und Pionierin der feministischen Medienkunst: Die Farbfotografie "Stillleben mit Selbstporträt" aus Ulrike Rosenbachs ikonischer Serie "Frauenbilder" (1981). Nummeriert 38/55 – ein wichtiges Zeugnis der feministischen Kunstbewegung der 1980er Jahre.

Ulrike Rosenbach – Pionierin der feministischen Medienkunst

Ulrike Rosenbach (*1943 in Bad Salzdetfurth) zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen der feministischen Kunst und Videokunst im deutschsprachigen Raum. Nach ihrem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys entwickelte sie ab den frühen 1970er Jahren eine eigenständige künstlerische Praxis, die Performance, Video und Fotografie miteinander verbindet.

Als eine der ersten Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum setzte Rosenbach Video als Medium ein, um patriarchale Strukturen in Kunst und Gesellschaft zu hinterfragen. Ihre Arbeiten sind geprägt von der Auseinandersetzung mit weiblicher Identität, Körperbildern und der Rolle der Frau in der Kunstgeschichte.

Die Serie "Frauenbilder" – Dekonstruktion des männlichen Blicks

Die Serie "Frauenbilder" entstand 1981 in einer Zeit, als feministische Künstlerinnen begannen, die Darstellung von Frauen in der Kunstgeschichte kritisch zu reflektieren. Rosenbach setzt sich in dieser Serie mit der Tradition des Stilllebens und des Selbstporträts auseinander – zwei Genres, die historisch unterschiedlich bewertet wurden.

Das Stillleben galt lange als "niedere" Gattung, häufig von Frauen praktiziert, während das Selbstporträt traditionell männlichen Künstlern vorbehalten war. Rosenbachs "Stillleben mit Selbstporträt" verbindet beide Genres und schafft damit eine selbstbewusste weibliche Bildsprache, die den männlichen Blick auf den weiblichen Körper dekonstruiert.

Details

  • Künstlerin: Ulrike Rosenbach (*1943)
  • Titel: "Stillleben mit Selbstporträt" aus der Serie "Frauenbilder"
  • Jahr: 1981
  • Technik: Farbfotografie
  • Maße: 50 × 34 cm
  • Auflage: 55 Exemplare
  • Nummerierung: 38/55
  • Rückseitig beschriftet: "Ulrike Rosenbach 1981/38/55 / Feministische Kunst"
  • Zustand: gut mit Altesspuren 

Kunsthistorischer Kontext

1981 war ein wichtiges Jahr für die feministische Kunstbewegung in Deutschland. Nach den aktivistischen 1970er Jahren begannen Künstlerinnen, ihre Positionen zu konsolidieren und kunsthistorische Traditionen kritisch zu befragen. Rosenbachs "Frauenbilder"-Serie ist Teil dieser Entwicklung und dokumentiert die Suche nach einer eigenständigen weiblichen Bildsprache.

Als Schülerin von Joseph Beuys entwickelte Rosenbach eine kritische Haltung gegenüber ihrem Lehrer und der männlich dominierten Kunstwelt. Ihre Arbeiten sind eine direkte Antwort auf die Unterrepräsentation von Künstlerinnen in Museen und Galerien.

Für Sammler

Dieses Werk bietet mehrere interessante Aspekte für Sammler:

  • Bedeutende Künstlerin – Ulrike Rosenbach ist international anerkannt und in wichtigen Sammlungen vertreten
  • Feministische Kunstgeschichte – Wichtiges Dokument der feministischen Kunstbewegung
  • Limitierte Auflage – Nur 55 Exemplare, davon Nr. 38/55
  • Rückseitige Beschriftung – Authentizität durch handschriftliche Bezeichnung "Feministische Kunst"
  • Zeitdokument – Aus der wichtigen Phase der frühen 1980er Jahre
  • Sehr guter Zustand – Über 40 Jahre alt und hervorragend erhalten
  • Medienkunst-Pionierin – Rosenbach gilt als Wegbereiterin der Videokunst in Deutschland

Institutionelle Anerkennung

Ulrike Rosenbachs Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen weltweit, darunter:

  • Museum Ludwig, Köln
  • Neue Nationalgalerie, Berlin
  • Centre Pompidou, Paris
  • Museum of Modern Art (MoMA), New York
  • Tate Modern, London

Ihre Arbeiten werden regelmäßig in wichtigen Ausstellungen zur feministischen Kunst und Medienkunst gezeigt.

Thematische Relevanz

Die Fragen, die Rosenbach in den 1980er Jahren stellte – nach weiblicher Repräsentation, dem männlichen Blick und der Rolle von Künstlerinnen in der Kunstgeschichte – sind heute aktueller denn je. Ihre Arbeiten gewinnen im Kontext aktueller Debatten um Geschlechtergerechtigkeit und Sichtbarkeit zusätzliche Bedeutung.

Wikipedia-Artikel

Mehr über die Künstlerin: Ulrike Rosenbach auf Wikipedia

Ein bedeutendes Werk einer Pionierin der feministischen Medienkunst – kunsthistorisch relevant, thematisch zeitlos, institutionell anerkannt.

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